Jazzkirche Münster
Die Jazzkirche Münster vereinigt Jazz und Spiritualität, und führt Menschen zusammen, die sich von einem oder beiden angesprochen fühlen. Hier ist sowohl stilles Empfangen wie Begegnung möglich.
Die offene Einladung der Jazzkirche gilt allen Menschen in ihrer ganzen Vielfalt.
Die Freiheit des Ausdrucks im Jazz findet Entsprechung in der Freiheit der Menschen im Leben und Glauben.
Komm, wie Du bist!
Jeder ist wertvoll und darf sich eingeladen fühlen.
Frank Bergmann,
Daniel Masuch und Jürgen Wiltink,
für die
Jazzkirche Münster 16.12.25
Ziele der Jazzkirche Münster
1.Unter dem Dach der Jazzkirche eröffnet den Musizierenden und den Mitfeiernden ein Dialograum. In der großen Vielfalt des Jazz kann dem Individuum ein Raum für Begegnung mit sich, anderen und mit Gott ermöglicht werden.
2.Eine Jazzkirche lebt von Beziehungen, gemeinsamen Erfahrungen und Gemeinschaft. Bei Formaten wie EvenJazz kann die Musik, der Kirchraum und die Bibel in ihrer Spiritualität lebendig erfahrbar werden.
3. Ausgehend von der Zusage Jesu: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen (1 Matthäus 18, 20) vertrauen wir auf Gottes Gegenwart und wissen uns von ihr getragen.
Jürgen Wiltink
Ich bin Jürgen Wiltink, Familienvater von zwei erwachsenen Kindern, Krankenpfleger, Pastoralreferent, Diakon, Klinikseelsorger im Uniklinikum in Münster (seit 10 Jahren); C-Kirchenmusiker, 20 Jahre Klavierunterricht, 7 Jahre Jazzklavierunterricht bei Daniel Masuch. Komposition eigener (Jazz-) Songs. Derzeit Klavierspiel eigener Songs im Trio, Mitinitiator der Jazzkirche Münster.
Seit 2021 feiern wir EvenJazz und seit 2025 Wort und Jazz. Menschen werden durch die Worte und/ oder durch die Musik im Herzen berührt. Allein Rückmeldungen wie dieseerfüllen mich mit Dankbarkeit und innerer Freude: „Das kann ja jetzt kein Zufall sein, dass ich beim EvenJazz gewesen bin. Er hat mich und meinen Glauben gestärkt.“
Die Jazzkirche Münster mag ein Ort sein der wie ein Leuchtturm Menschen einlädt, sie begeistert, ihnen Kraft und die Möglichkeit gibt ihre Beziehungen, in denen sie vernetzt sindmit Liebe zu erneuern. Neue Ideen und Formate sollen auch „im Gehen“ weiterentwickelt werden, aufgrund von Erfahrungen, neuen Erkenntnissen oder aufgrund von „Geistesblitzen.“Ganz zentral ist für mich die Gemeinschaft von Menschen auf dem Weg, von Menschen, auf der Suche nach ihren spirituellen Quellen in der Jazzkirche Münster.
Freya Deiting
Ich bin Freya Deiting, Geigerin aus Dortmund. Ich habe Musikhochschulabschlüsse in Instrumentalpädagogik (Detmold/ abt. Dortmund) und in der künstlerischen Ausbildung (Robert Schumann HS Düsseldorf). Neben dem Unterrichten an den städt. Musikschulen Dortmund und Kamen gehe ich einer regen Konzerttätigkeit nach mit meinen festen Ensembles und Genre-übergreifenden Projekten (www.freyadeiting.de).
Auf die Jazzkirche Münster bin ich vor einigen Jahren im Rahmen der Even-Jazz Reihe gestoßen, bei der ich mit meinem Duo Partner Daniel Masuch (Klavier) mitgewirkt habe. Ich habe sofort gemerkt: die Kombination aus Gebet, Musik, Sprache in einem spirituellen Raum hat etwas Heilendes – etwas Aufbauendes für die Seele und den Geist – für die Zuhörer, wie für uns Musiker. Man könnte vielleicht sogar sagen, man bringt ein Stück Frieden in die Welt, denn ich glaube an das Motto: „Music makes the world a better place“ 😊! Insbesondere der Jazz mit seinem freien Geist und seinem hohem Improvisationsanteil bietet eine tolleMöglichkeit, um festgefahrene, einengende Gedanken hinter sich zu lassen. Ich würde mich sehr freuen und möchte mithelfen, dass diese Idee möglichst viele Menschen erreicht – egal, ob sie aktiv oder passiv musizieren - und dass die Bewegung der Jazzkirche auch in anderen Städten und Gemeinden Fuß fasst.
Frank Bergmann
In den 1990er Jahren habe ich Kunst und Musik studiert und später mehrere zusätzliche therapeutische Ausbildungen abgeschlossen.
Mich treibt die Neugier auf Zusammenhänge und Weiterentwicklung an, ebenso wie das Interesse daran, was Menschen innerlich bewegt.
Aus dieser Haltung heraus habe ich von Beginn meines beruflichen Werdegangs an verschiedene Ausdrucksformen – Musik, Film, Philosophie und Psychologie – kreativ miteinander verbinden können.
Seit vielen Jahren bewege ich mich als Saxofonist in klassischer, improvisierter und auch meditativer Musik, vorwiegend im Rahmen kirchlicher Konzerte und geistlicher Andachten.
Im täglichen Leben suche ich den Kontakt zu Gott und vertraue darauf, seine Nähe finden und spüren zu können. Für mich ist Gott die Quelle von Kreativität, Individualität und Schaffenskraft. Ich möchte durch ihn die Kraft empfangen, die mich trägt und mich befähigt, selbst tragfähig zu sein.
Die Jazzkirche
In der Jazzkirche möchte ich Teil einer Gemeinschaft sein, die im Namen Gottes wirksam wird. Die Verbindung von musikalischen und geistigen Impulsen kann helfen, Gottes Nähe erfahrbar zu machen — als Quelle des Lebens und der Liebe. Eine ideale Haltung sehe ich darin, den Blick von uns selbst zu lösen und Gott mit unseren musikalischen Möglichkeiten zu ehren und ihm zu dienen. Für mich sind die Veranstaltungen der Jazzkirche eine Chance, Menschen zu berühren und ihnen Momente des Innehaltens zu schenken.
Daniel Masuch
Mein Name ist Daniel Masuch, Pianist aus Münster und Dozent für Jazzpiano an der WWU. Zunächst studierte ich Cembalo an der Muho Münster, danach Jazzpiano in Arnheim und Hamburg. Seit vielen Jahren übe ich mit verschiedenen Ensembles oder als Solist eine regelmässige Konzerttätigkeit aus; mehrere CD Aufnahmen unter eigenem Namen sind bei spotify/amazon erschienen, zuletzt „At the edge of the world“ mit dem Jazz-Bassisten Stefan Werni. (www.danielmasuch.com)
Zusammen mit Jürgen Wiltink haben wir vor 5 Jahren die ersten evenjazz Veranstaltungen in der Überwasserkirche realisiert, erste großartige Gastmusiker waren damals Frank Bergmann (sax) und Freya Deiting (vl). Nach diesen ersten Jahren des Aufbaus kann ich sagen, daß die Kombination Jazz & Spiritualität einen festen Platz in verschiedenen Kirchen Münsters gefunden hat und uns Menschen wohltuend bewegt und spirituell neu verortet und ausrichtet – egal ob als ausübende Musiker oder als stille Zuhörer.
Man wird durch den heilsamen Beistand tonaler Empfänglichkeit Teil von etwas, was höher schwingt als die eigenen 5 Sinne oder das eigene Ego. Ich sehe die Jazzkirche auch als Anziehungspunkt für Menschen, die weniger Worte, dafür mehr Klänge suchen, welche bisher verborgene Emotionen und seelische Sehnsüchte freisetzen – gemäß des berühmten Zitates von Victor Hugo:
„Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“
Ich bin dankbar für die Möglichkeit, zusammen mit wunderbaren Kollegen und immer wieder neuen Gastmusikern am Aufbau dieser Jazzkirche beteiligt zu sein – musikalischer Brückenbauer sein zu dürfen für Menschen, die ihre Spiritualität, ihren Glauben neu oder überhaupt erst entdecken wollen und dabei gemeinsam die Begeisterung für Musik zu teilen, in welcher neben Gebeten, Gesängen und Andachten der freie Geist der Improvisation Seele und Herz in Schwingung versetzt - und somit sprachliche wie kulturelle Barrieren keine Rolle mehr spielen.